#Tagebuch

#Darum fange ich das Bloggen an

Ich spiele schon seit sicherlich mehreren Jahren mit dem Gedanken, einen ordentlichen Blog zu starten. Weniger in Form eines Tagebuchs, denn durch Vollzeitjob und feste Tagesabläufe geschieht ja nicht jeden Tag etwas, worüber es sich lohnen würde zu schreiben. Also habe ich überlegt: Gibt es etwas, was du der Welt mitteilen möchtest? Gibt es etwas, wovon du glaubst, dass es Sinn macht, es online zu stellen?

Und da fiel mir auf: Ich hab ‘ne Menge zu sagen!
Bislang habe ich dafür immer Twitter genutzt, aber die ansonsten sehr angenehme Beschränkung der Textzeichen lässt natürlich nicht genug Zeitraum um sich mit einem Thema so sehr auseinanderzusetzen, wie es das möglicherweise verdient hat. Und Threads, seien wir ehrlich, nerven dann auch irgendwann; jedenfalls wenn es ausschließlich Threads sind die man lesen muss. Gut, Twitter ist ausgeschieden. Natürlich bleib ich dem Netzwerk treu – Langeweile hab ich ja noch oft genug – Schon allein beim Warten auf den Bus.
Okay, weiter zu facebook. facebook. Ja, ich bin da angemeldet und ich habe es auch rechts im Social Media Menü verlinkt – Aber gern bin ich dort nicht. Meine Posts kann kaum jemand lesen. Es gibt keine Möglichkeiten zur schönen Formatierung und auch ansonsten fehlt mir einfach das individuelle, das “Ich bin das”-Gefühl. Es gibt sicherlich noch tausend Gründe, warum ich nicht auf facebook posten möchte – Aber das hier soll kein facebook-rant werden.

Freunde von mir bloggen (mitunter sehr erfolgreich, ich kommentiere immer zu wenig, aber ich sehe fast alles!). Und sie tun das mit einer Leidenschaft, die ansteckend ist. Ich lasse mich sehr leicht anstecken und verliere ab und zu schnell die Lust an etwas. So aber nicht an dem Gedanken meine Ideen und meine Impressionen, meine Meinung und Erfahrungen oder auch einfache Fragestellungen nach außen zu transportieren. Und deswegen setze ich jetzt meinen Wunsch zu bloggen in die Tat um.

Denn ich habe wirklich ‘ne Menge zu sagen.
Das schöne ist, dass sich jeder immer selbst aussuchen kann, ob er weiterlesen möchte oder nicht. Ich erwische mich oft dabei, wie ich Dinge weiterlese ohne großartig darüber nachzudenken. Vielleicht erziele ich ja genau diesen Effekt auch bei jemand anderem da draußen.

Vor einiger Zeit habe ich ein Lied entdeckt, was mein Inneres so ziemlich genau beschreibt; nun ja einen Teil davon zumindest. Es mag vielleicht nicht jedermanns Musikgeschmack sein – Aber ich schaffe es nie, dieses Lied zu skippen oder nicht auf seinen wunderschönen Text zu achten.

Nun tu ich ja sogar beruflich Dinge die etwas bedeuten. Ich glaube fast, dass mein gesamtes Leben auf dem Gedanken aufbaut etwas zu tun, woran man sich erinnert. Vielleicht nicht die ganze Welt. Einen Trump-Effekt  möchte ich gar nicht heraufbeschwören, aber wenn sich in 60 Jahren (ich bin sehr optimistisch) noch jemand an mich erinnert, hm, na ja, dann würde ich es vermutlich nicht mehr mitbekommen – Aber ihr wisst was ich meine. Ich lasse meinen Fußstapfen hier. Auf der Erde und im Internet.

Wie ich anfangs schon schrieb, möchte ich nicht einfach über mein Leben als solches berichten, sondern ich möchte mich auf ein paar Dinge spezialisieren, die mich beschäftigen und in die ich meine Leidenschaft stecke (oder bei denen ich es versuche. Ich bin noch ganz frische Lauf-Anfängerin).

Nun zum einen habe ich eine große Leidenschaft für alles, was sozial ist. Meistens bin ich eher gesellschaftskritisch, was nicht bedeutet, dass ich alles schlecht finde. Kritik kann ja auch durchaus positiv gemeint sein und anstatt zu meckern, möchte ich viel lieber Ideen teilen, wie es auch anders ginge. Oder Erklärungen für bestimmte Verhaltensmuster bieten (auch ohne diese zu rechtfertigen). Ich besitze durch meinen Beruf zwar einen professionellen Background aber ich werde davon absehen, wissenschaftliche Artikel zu schreiben. Zitieren werde ich vermutlich einiges, aber nicht nach einer Harvard-Methode. Ich bin außerdem Feministin. Fällt schwerer das zu sagen als es sollte. Nicht, weil ich mich dafür schäme, sondern weil es oft Hasstiraden nach sich zieht – Und manchmal, ganz manchmal, versteh ich auch wieso. Deswegen wird das Themengebiet sicherlich auch Platz in meiner Social Kategorie einnehmen. Genau wie die Macht eines Wortes. Wir leben ja nun mal in einer Welt, in der so viel geschrieben wird, vermeintlich anonym und in der sich, so scheint es zumindest, kaum mehr einer Gedanken über das macht, was er sagt. Political Correctness, oh weh, keine Angst – Ich schwätz’ auch wie mir die Schnüss gewachsen is – Aber es freut mich jetzt schon, darüber zu philosophieren.
Ich hab noch ganz schön viel anderes in Petto für die Social-Kategorie. Aber alles anteasern möchte ich ja auch nicht.

Eine zweite Leidenschaft ist die Selbstfürsorge (Ich habe es Self-Care genannt, weils hipper wirkt). Klingt vielleicht in der ersten Sekunde etwas seltsam: Ich habe eine Leidenschaft dafür entwickelt, mir selbst gut zu tun. Aber wenn du ein bisschen länger darüber nachdenkst, dann fällt dir sicher jemand ein, dem ein bisschen mehr Selbstfürsorge ganz gut tun würde. Vielleicht denkst du sogar an dich selbst. Das wäre zumindest schön, denn damit wäre der erste Schritt in eine richtige Richtung schon getan. Ich möchte in dem Blog vor allen Dingen Wege beschreiben, sich selbst zu danken für den ganzen Scheiß, den man täglich mitmacht: Aufstehen, arbeiten, dem Körper wird so viel abverlangt, dann muss man ständig kommunizieren, uff, anstrengend. Jeder Mensch hat sicherlich sein(e) Päckchen zu tragen. Und Selbstfürsorge ist so etwas wundervolles, denn sie ist ein Weg, sich selbst zu verwöhnen und sich selbst “Danke, dass du durch hältst” zu sagen.

Kommen wir doch von der Self-Care direkt zu dem Teil des Blogs zu dem ich gerade im Moment noch eine Leidenschaft aufbaue: Zum Laufen. Das mache ich nun seit drei Wochen. Wer mich nicht kennt, wird denken: “Pff, was sind denn bitte drei Wochen?” Wer mich kennt, wird sagen: “Wow, du hast eine Sportart gefunden, die du länger als drei Tage durchziehst!” Und ich wundere mich tatsächlich schon fast selbst, dass ich so viel Durchhaltevermögen zeige. Ich bin sogar schon im Nieselregen gelaufen – Aber es tut mir gut. Ich verliere Gewicht, bzw. definiere meine Körperform etwas mehr zu meinem Gefallen, ich bin völlig frei während der Aktion und danach kann ich furchtbar stolz auf mich sein. Es gibt sicherlich tausende Blogs, die sich mit dem Laufen beschäftigen – Aber jede Erfahrung ist einzigartig. Deswegen habe ich gar kein Problem damit, Blog x zu sein.

Der letzte Themenkomplex, den ich bearbeiten möchte bin ich selbst. Für mich hab ich auch eine Leidenschaft. Natürlich wird es in den einzelnen Beiträgen immer auch die Möglichkeit geben, mich kennen zu lernen. Denn ich schreibe ja, was ich selbst erdenke. Aber die Tagebuch-Sektion soll dem Blog einfach noch ein wenig mehr Individualität schenken. Auch dieser erste Beitrag wird im Tagebuch landen. So viel möchte ich dieser Sektion gar nicht vorweg nehmen. Macht euch einfach selbst ein Bild.

Das ist übrigens ein sehr schöner Abschluss – Wenn du es bis hier her ausgehalten hast, dann freue ich mich sehr! Wenn du wiederkommst, wenn ich neue Beiträge schreibe, freue ich mich umso mehr!

Ich bin gespannt wohin mich dieser Blog treibt, ich bin selbst gespannt auf das, was ich hier aufbauen kann und werde.

Mit diesen Worten endet der erste Beitrag.

Machts gut und bleibt euch treu, wir lesen uns!

totolinchen aka Steffi

(Anm.: Das Bild ist übrigens die wunderschöne Festung Ehrenbreitstein in meiner wunderschönen Heimatstadt, bearbeitet mit der App “Everfilter”)

Koblenz

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