Barcamp Koblenz 2018 Titelbild
#Tagebuch

Das Barcamp Koblenz 2018 #bcko18

Vor gar nicht allzu langer Zeit trafen sich Interessierte der digitalen Welt an einem Ort. Um zu diskutieren, zu präsentieren, Spaß zu haben, zu philosophieren. Und dieser Ort war Koblenz. Die Rede ist natürlich vom Barcamp Koblenz 2018!

Zum vierten mal fand das Barcamp in Koblenz statt – Für mich war es das zweite mal! Und auch in diesem Jahr wurde ich nicht enttäuscht. Meine Eindrücke möchte ich kurz schildern. Und es gibt sogar Fotos, denn auf dem Barcamp war das überhaupt kein Problem, Fotos anzufertigen und diese im Internet auch zu nutzen!

Was ist ein Barcamp?

Bevor ich weiter meine Eindrücke schildere, sollten wir zunächst die Frage klären: Was ist ein Barcamp denn überhaupt? Denn bis vor zwei Jahren wusste ich das auch nicht. Aber Wikipedia hat eine recht einfache Erklärung parat:

Ein Barcamp (häufig auch BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (z. B. bei gemeinsamen Programmierworkshops).

Wie genau das funktioniert, musste ich auch erst mal erleben. Ich konnte mir fast nicht vorstellen, dass sich so viele Leute Gedanken um eine Session (Workshop, Vortrag, Diskussionsrunde) machen obwohl sie gar nicht wissen, ob ihr Thema denn dran kommt. Aber genau so ist es! Es gibt Leute, die ihre Sessions schon Wochen vorher vorbereitet haben, Leute, die das erst ein paar Stunden vorher tun oder Leute, die sich beim Erklären ihrer Session erstmals richtige Gedanken darum machen. Und das gute ist: In jeder Session gibt es definitiv etwas, das man lernen kann. Denn die Teilnehmer nehmen ja ganz aktiv daran teil!

Drei Hashtags

Bevor die einzelnen Sessions aber vorgestellt wurden, hatten die Teilnehmer des Barcamps die Gelegenheit sich selbst vorzustellen. Da kann man schon mal kalte Füße kriegen wenn da Hinz und Kunz von Firma x stehen und man selbst eigentlich nur wegen einem leidenschaftlichen Hobby da ist. Aber abhauen is nicht – Also haben wir nicht gekniffen!

Während der Vorstellungsrunde soll jeder an ein Mikrofon treten, seinen Namen, Twitter-Namen und drei Hashtags nennen, die einen am besten beschreiben. Die meisten haben sich natürlich für Hashtags entschieden, die viel eher ihre Firma beschrieben; aber die meisten waren sicherlich auch bezahlt da – Wäre es meine Arbeitszeit gewesen, hätte ich vielleicht auch ein bisschen über die Arbeit gequatscht. Obwohl die bei mir leider viel zu wenig digital ist. Was sollte ich also tun? Ich hab mich einfach ganz rasch für drei Hashtags entschieden, die mich ganz gut (und auch irgendwie gar nicht) beschreiben: #social #Twitter #Blogger-Anfängerin. Das kann nun alles oder gar nichts bedeuten, war aber auch nicht schlimm – Die erste Hürde hatte ich gemeistert. Ich mag es so gar nicht in ein Mikrofon zu sprechen, aber drei Sekunden halte ich das auch aus.

Die Sessions

Wie gesagt, bereiten die Teilnehmer des Barcamps auch selbst die Sessions vor, die gehalten werden. Nach der Vorstellungsrunde hatte jeder, der etwas vorbereitete die Möglichkeit sein Thema zu präsentieren. Vom Orga-Team wurden die angebotenen Sessions dann nur noch zeitlich und räumlich sortiert und ratzfatz entstand ein Zeitplan. Oft gab es mehrere interessante Sessions zur gleichen Zeit – Selten eine Stunde in der man sich für gar nichts interessierte. Das Format finde ich echt super!

Ich habe mich sehr für die Sessions rund um Social Media interessiert, Bildung weckt mein Interesse ebenfalls zu jeder Zeit, Content mag ich gern. Was mich weniger interessiert ist, wie Firma x mit dem Thema y umgeht. Natürlich kann man in solchen Sessions Ideen sammeln oder beratend zur Seite stehen – Aber jede Firma ist ja anders. Und ich war überhaupt nicht mit einem Firmen-Gedanken auf dem Barcamp. Deswegen war das für mich persönlich ziemlich langweilig. Genau so wie eine Session über Elektro-Autos. Mein Freund hat die gefeiert; aber solange man immer noch länger als 10 Minuten braucht um ein Auto voll aufzuladen, ist diese Technik für mich einfach noch nicht ausgereift.

Ein großer Wert wird auch immer auf die Nutzerfreundlichkeit von Webseiten gelegt, vor allen Dingen darum, sie behindertengerecht zu gestalten. Hier gab es hier und da mal echt wichtige und nützliche Einwürfe – Dinge, an die man einfach nicht denkt, weil man sie überhaupt nicht auf dem Schirm hat. Wir Menschen sind so unterschiedlich – Spannend.

Mir haben viele Sessions gefallen und ich habe aus allen etwas lernen können – ganz besonders spannend fand ich aber die Session zu Instagram! Das liegt vor allen Dingen daran, dass ich mit so ziemlich allem was anfangen konnte, nur Instagram war bislang immer ein eher ein Mysterium für mich: Was sind Stories, wie benutze ich das Medium richtig, kann das mehr als nur nen Filter über Bilder legen und diese dann posten?
In der Session wurde kurz erklärt, was Stories sind, wie man damit Geld verdienen kann (für mich jetzt belanglos, aber dennoch sehr interessant!) und, dass Youtube und Instagram die wichtigsten sozialen Medien für Jugendliche und Kinder sind. Ich bin ja so ein Twitter-Fan, aber ja auch keine Jugendliche mehr.

Alles in allem – sehr sehr coole Sache, dieses Barcamp!

Und was gabs zum Essen?!

Die Verpflegung während des Barcamps wurde durch den Eintrittspreis mitfinanziert. Es gab ständig kühle Getränke, die man sich jederzeit schnappen konnte: Cola, Wasser, Bier, Limo, …
Mittags gab es etwas warmes zu essen. Leider glutenfrei nur dann, wenn man gern Salat isst. Also den Beilagen-Salat. Aber da ich darauf gefasst war, denn die Schnittmenge glutenunverträglicher/glutenempfindlicher Menschen ist wirklich zu gering um diese extra zu bewirten!, hab ich mir Snacks mitgenommen und diese dann zu Mittag verdrückt. War gar nicht schlimm.

Freitag abends startete dann die After-Party – Mit einem veganen Burgertruck! Das bedeutet, Menschen, die aus ethischen Gründen kein Fleisch essen wurden voll berücksichtigt, Omnivoren können ruhigen Gewissens ruhig mal auf Fleisch verzichten (oder zur Pizzeria nebenan gehen) und die Überraschung: Der Truck hatte auch ein Gericht ohne Gluten! Das bedeutet, ich konnte auch mitessen! Das hat mich so sehr gefreut, dass mir fast egal war, dass mir Süßkartoffeln nicht schmecken. Ich hab sie dann auch brav fast leer gegessen und meinem Freund den Rest überlassen und war gesättigt. Super!

Partytime!

Um das Essen zu verdauen, die Sessions zu verarbeiten und neue Kontakte zu knüpfen wurde Freitag Abend der wunderschöne Holzpavillon der Handwerkskammer Koblenz in eine kleine Disco verwandelt. Ein Barkeeper mixte unermüdlich kostenlose Cocktails (die sehr lecker waren), es gab zunächst Live-Musik zum entspannen und später abends wurde dann getanzt! Damit jeder auch bei der Planung der Disco beteiligt werden konnte, wurde die App “Jukestar” genutzt. Mit dieser können Gäste sich für die jeweilige Party einloggen und Songs in die Playlist voten. Die Auswahl beschränkt sich auf Musik von Spotify, ist also beinah unbegrenzt für den Mainstream-Geschmack. Ganz toll ist, dass es auch möglich ist, die Songs auch wieder rauszuvoten.
Ich werd auf jeden Fall öfter mal mit dieser Möglichkeit spielen.

Fazit

Das Barcamp 2018 hat mir sehr gut gefallen, im letzten Jahr hatte ich allerdings den Eindruck, dass es (für mich) interessante Sessions gab. In diesem Jahr waren viele, viele Firmen vertreten und es ging vielen Leuten darum, vor allen Dingen diese Firmen zu vertreten. Das kann man niemandem vorhalten, sicherlich wurde die Zeit vor Ort auch als Arbeitszeit bezahlt. Ausgewirkt hat sich das eben auch auf die Session-Planung.

Ein Barcamp, das etwas freier ist und weniger darauf ausgerichtet, den Menschen zu helfen, wie man schneller/besser Geld verdient fände ich persönlich einfach freundlicher – Kreative Sessions haben fast komplett gefehlt. Nun zieh ich mir den Schuh an und gebe zu, selbst auch keine angeboten zu haben. Es ist aber auch, so ehrlich bin auch, ein seltsames Gefühl als eine Privatperson Leuten etwas zu erzählen, die nicht für private Dinge vor Ort sind. Vielleicht muss ich auch einfach nur ein bisschen mehr trauen. Nur.. was könnte ich schon erzählen? Ich hab immer das Gefühl, das jeder eh schon weiß, was ich weiß – jedenfalls in den digitalen Medien!

Die Freizeitaktionen rund um die Sessions waren wie immer grandios! Leider gab es dieses mal keine Mate mehr, darauf hatte ich mich gefreut (als Mate-Suchti), aber kostenlose Getränke zwei Tage lang – Da mecker ich nicht viel!

Mir bleibt nur zu sagen, dass ich das Barcamp wirklich empfehle und sicherlich auch im nächsten Jahr wieder mit dabei bin. Vielleicht~ mit ein bisschen mehr Mut!

Bis dahin!

Und auf der offiziellen Seite des Barcamps gibts noch ein paar andere Impressionen von anderen Teilnehmern: Artikelsammlung zum Barcamp Koblenz!

Koblenz

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